Spill Milk: Das „Comeback“

Dass ich das nochmal sage, aber: Wir sind zurück. Hoffentlich. Warum, wie und mit was, erkläre ich in diesem Beitrag. Bis bald!

Hey na,

lange nichts gehört – so von Person zu Person, meine ich, in einem Beitrag, wo ich mal als Ich rede, statt mich als anonymes Etwas im Kompost meiner Geschichten zu verbuddeln. Aber hey, hier sind wir wieder. Irgendwie.

Ich bin mir nicht sicher, ob Comeback der richtige Ausdruck ist, für was auch immer ich hier geplant habe. Ein Comeback ist immerhin eine große Sache; etwas, auf das mehr als zwei Leute gewartet haben. Freddie Mercury, der von den Toten aufersteht, um noch ein letztes Mal Bohemian Rhapsody zu performen – das ist ein Comeback (wir geben die Hoffnung nicht auf, Freunde). Ich stehe eigentlich vielmehr am Straßenrand und winke einmal kurz rüber, um zu sagen, dass ich noch lebe – vielleicht kann man ja mal einen Kaffee trinken, wenn man noch weiß, wer ich bin und wenn nicht, dann gehe ich eben alleine zu Starbucks. So gesehen ist das hier vielleicht ein Reboot. Na ja, eigentlich egal. Der Punkt ist, um den großen Lyriker, Denker und Philosophen Sebastian Meisinger, besser bekannt als Money Boy zu zitieren:

Ich bin „Back at it wie ein Crack Addict“.

Das Warum

Scheinbar ganz spontan nach etwa anderthalb Jahren zu sagen „Ich ziehe meinen Blog mal wieder aus dem förmlichen Grab heraus, welches ich ihm zuvor geschaufelt habe“, ist wohl leicht – äh, ja – dubios. Ja, das klingt doch nett – nennen wir es einfach dubios. Passt. Die Gründe hierfür sind zweierlei:

  1. Ich habe früher sehr viel Arbeit in diesen Blog gesteckt und das hat sich auch gezeigt! Rund 3000 Aufrufe im ersten Jahr, das war schon ganz cool. Dieses dann mit rund 300 abzuschließen, ist schon etwas ernüchternd – wenn auch zu erwarten, rückblickend auf die Anzahl diesjähriger Beiträge. Es ist im Übrigen nicht so, dass Klicks und Aufrufe mir so unfassbar wichtig sind (wenn sie mir auch, seien wir mal ehrlich, nicht egal sind; wir leben nun mal in einer Klickkultur und mich davon freizusprechen, wäre eine ziemlich dreiste Lüge) – es ist lediglich sehr schade zu sehen, dass etwas, in das man früher sehr viel Herz gesteckt hat, nun sehr vernachlässigt wird. Geschrieben habe ich in dieser Zeit außerdem genug, warum also nicht mal wieder was veröffentlichen?
  2. Außerdem, der wohl weitaus wichtigere Grund: Ich habe ein Buch geschrieben und dieses würde ich ganz gerne veröffentlichen! Es heißt Corcra Castle, ich bin wirklich sehr stolz drauf – und mit etwas Glück, kann ein:e Leser:in dieses demnächst in den Händen halten. Allerdings komme ich in diesem Fall nicht darum herum, irgendeine Form virtueller Präsenz anzubieten, im Bestfall eine Website. Hier sind wir also.
Mit etwas Glück kann man bald mein Buch Corcra Castle lesen. © Toni Gau
Mit etwas Glück kann man bald mein Buch Corcra Castle lesen. © Toni Gau

Das Wie

Zum Plan also: Wöchentliche Beiträge für ein Jahr, mit Ausnahmen hier und da, je nachdem, wie viel ich meines Studiums wegen oder anderweitig beschäftigt bin (zumal wir übrigens direkt mit einer kleinen Weihnachtspause starten). Kann ich versprechen, dass ich das wirklich einhalten werde? Nein! Das ist unfassbar überambitioniert, ich weiß. Aber so arbeite ich in der Regel am besten – und die Motivation ist da, zumal es mir wie gesagt eigentlich nicht an Material mangelt. Für über drei Monate bin ich bei wöchentlichen Uploads erstmal versorgt.

Des Weiteren, man hat es eventuell schon bemerkt: Der Blog hat einen neuen Anstrich bekommen! Neues Design, sehr schnieke, sehr en vogue, finde ich auch, vielen Dank – WordPress hat während meiner Abwesenheit wirklich beachtlich aufgestockt. Chapeau.

Nach einem Jahr kann ich dann vorerst evaluieren, ob ich das Ganze weiterführen möchte. Mal schauen! Es bleibt spannend – nicht zuletzt, da auch ich in diesem Jahr sehr viele neue Sachen darüber lernen werde, wie man so einen Blog eigentlich führt, verwaltet und gestaltet. Eine Sache, mit der ich mich zuvor beinahe prinzipiell nicht befasst habe.

Falls man die Beiträge in ihrer Frequenz also nicht verpassen möchte, so kann ich nur noch einmal ans Herz legen, diesen Blog zu abonnieren, um dementsprechend per E-Mail benachrichtigt zu werden, oder mir auf Instagram zu folgen, wo ich stets poste, sobald ein neuer Beitrag veröffentlich wurde. Vielleicht auch Twitter, aber ich mag Twitter nicht sonderlich. Wird cool, glaube ich. Bestimmt.

Das Was

Ist es in irgendeiner Form überraschend, wenn ich sage, dass weiterhin größtenteils Geschichten, Gedichte und dergleichen meinerseits veröffentlich werden? Wahrscheinlich nicht. Ich versuche allerdings etwas bedachter in der Art und Weise sein, wie ich diese veröffentliche. Wenn ich beispielsweise eine Geschichte wie Udos Metzgerei veröffentliche, welche bei stolzen 10.143 Wörtern baumelt – oder anders gesagt: gut 43 Seiten -, so werde ich diese als Mehrteiler veröffentlichen. Mit Glück baut das etwas Spannung auf, vor allem aber zweifle ich an, dass man nach einem ohnehin anstrengenden Tag spontan in der Stimmung ist, sich noch einmal höchstmotiviert 43 Seiten in die Birne zu löten. Das ist zumindest das Feedback, welches ich hierzu bekommen habe und soweit ich das beurteilen kann, ist das auch vollkommen richtig.

Des Weiteren werde ich die zuletzt begonnene Serie Unter Menschen regelmäßig weiterführen (was wahrscheinlich auch wenig überraschend ist, ausgehend davon, dass die erste Geschichte hierzu vor gerade mal fünf Tagen erschienen ist). Da habe ich noch Einiges in petto, macht Spaß zu schreiben und ist denke ich auch ganz lustig zu lesen; kleine Kost für nebenbei.

Unter Menschen wird unter anderem weitergeführt. © Hinnerk
Unter Menschen wird unter anderem weitergeführt. © Hinnerk

Und zur letzten großen Ankündigung des Was: Man entsinnt sich, wie ich sagte, ich hätte ein Buch geschrieben? Ja, eigentlich habe ich eher zwei geschrieben, aber das erste möchte ich nicht unbedingt veröffentlichen. Nicht etwa, weil es ach so schlecht ist – hoffentlich -, sondern weil ich das Ding seinerzeit ohnehin eher zur Übung geschrieben habe und es für nicht allzu „vermarktbar“ (ekliges Wort) halte. Ist ja auch okay – heißt allerdings nicht, ich könne die einzelnen Kapitel nicht auf den Blog hauen! Arabella – Die rote Witwe, eine Horrornovelle im Dracula-Universum, wird somit ihr hiesiges, inoffizielles Debüt feiern. Für mich ein kleines Highlight und ich freue mich schon, euch zeigen zu können, woran ich das letzte Jahr so gesessen habe!

Das wohl größte Projekt mit dem Comeback des Blogs wird Arabella - Die rote Witwe. Eine Novelle, welche ich letztes Jahr geschrieben habe und im nächsten nach Kapiteln hier veröffentlichen werde. © British Library
Das wohl größte Projekt mit dem Comeback des Blogs wird Arabella – Die rote Witwe. Eine Novelle, welche ich letztes Jahr geschrieben habe und im nächsten nach Kapiteln hier veröffentlichen werde. © British Library

Klingt doch alles schon mal ziemlich gut, oder? Ja, finde ich auch, vielen Dank. Mal schauen, was mir noch alles einfällt – wie gesagt ist der Blog fürs Erste allerdings ganz gut gesorgt und an ein paar Sachen arbeite ich ohnehin im Hintergrund. Wer weiß, vielleicht traue ich mich ja auch mal an so ein „Behind The Scenes“-Ding; das scheint mir immer so selbst absorbiert, obschon sich das wohl kaum zu Maler- und Zeichner:innen, die Speedarts veröffentlichen, Producer:innen, welche ihr Mixing zeigen oder Filmemacher:innen, die – nun ja – wirklich Behind The Scenes-Einblicke geben, unterscheidet. Ist eigentlich ziemlich normal, den eigenen Schaffensprozess ein bisschen zu dokumentieren . wohl fühle ich mich damit bisher aber trotzdem nicht. Wir werden sehen.

Wie gewohnt werde ich bestimmt auch mal wieder über Bücher, Filme und überhaupt schnacken, aber Essays und dergleichen sollen eigentlich nicht unbedingt der Fokus dieses Unterfangens sein – zumal ich mittlerweile einfach lieber an meinen eigenen Sachen sitze. Dennoch, ab und an kann man auch hiermit rechnen.

Vielleicht freut sich ja doch tatsächlich jemand über dieses kleine Comeback, bei welchem ich mir weiterhin unsicher bin, ob das tatsächlich der angemessene Ausdruck ist, aber ich hab mich da jetzt schon drauf festgelegt – ich für meinen Teil bin allerdings gespannt. Freu mich! Wird cool. In dem Sinne: Bis bald! Habt ein schönes Weihnachten, wenn ihr es denn feiert und rutscht gut ins neue Jahr. Bis dahin allerdings (wie lange ich das nicht mehr gesagt habe):

Spill Milk.

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