Die Spill Milk-Statistik 2019 – Ein Jahr in Zahlen

Ich muss gestehen, dass es mich nahezu überrascht, diesen Beitrag zu schreiben. Als ich diesen Blog zu Beginn des Jahres gestartet habe, setzte ich mir zwar fest in den Kopf, ihn auch weiterzuführen, doch diskutierte ich nicht umsonst in meinem ersten Beitrag die Prokrastination, das Nichtstun und wie dies mich beeinflusst. Die Grundidee dieses Blogs war es, meine Faulheit zu bekämpfen, nicht jedes Projekt dem ich mich widme abzubrechen und erste Texte an die Öffentlichkeit zu tragen. Hier nun zu sitzen und diesen Beitrag abzutippen, spricht für mich dafür, dass ich diesbezüglich insgesamt von einem Erfolg sprechen kann – das habe ich in aller Ehrlichkeit nicht unbedingt erwartet. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, auch dieses Vorhaben binnen weniger Monate zu quittieren. Doch ist tatsächlich das Gegenteil der Fall: Ich habe viel an diesem Blog gearbeitet, bin motiviert noch mehr zu tun und habe bereits erste Pläne für 2020 – ich muss nur noch die richtige Balance zwischen Uni, Arbeit, Beziehung, Hobbies und Blog finden.

Wie gesagt ist die Tatsache, dass ich diesen Blog weiterführe, bereits ein kleiner Erfolg für sich selbst in meinen Augen. Was ich dieses Jahr hier so getrieben und erreicht habe, möchte ich in diesem Beitrag nun Revue passieren lassen – doch nicht bloß, was ich hier so treibe, sondern auch meine Leser*Innen. In diesem Sinne: Eine Rekapitulation von Spill Milk, meinem kleinen Blog mit bescheidender Leserschaft; ein Projekt, an welchem ich wirklich von ganzem Herzen Freude habe.

Die Anfänge

Doch bevor ich die Zahlen aufbringe, möchte ich noch einmal ein kleines bisschen auf die Wurzeln dieses Blogs eingehen. Diese lassen sich bereits im Namen finden, welcher auf einer englischen Redewendung basiert: Don’t cry over spilled milk – zu deutsch so viel wie: „Was passiert ist, ist passiert“. Ich ging jedoch ins Präsens über und sage somit: „Was passiert, das passiert“ – und damit etwas passiert, muss man auch etwas tun, selbst wenn es vielleicht schiefgehen mag. Mein Nichtstun entsprang nämlich meiner Angst, nicht auf Bestleistung zu arbeiten und letztendlich einfach nur zu scheitern oder dergleichen. Der Name des Blogs ist somit repräsentativ dafür, dass ich nichtsdestoweniger Dinge tun sollte – und wenn es nicht klappt, dann lerne ich daraus. Das ist ein Mindset, welches ich mittlerweile wirklich verinnerlicht habe und das mir eine sehr gesunde Beziehungen zu meinen Fehlschlägen erlaubt. Wie ich zu Beginn des Jahres selbst schrieb:

 Ich will mir ein neues Glas Milch greifen, es nicht einfach verschütten, sondern mit voller Wucht auf den Boden schmettern, am besten noch in ein paar Scherben latschen, weiter zur Notaufnahme rattern, entfernen und nähen lassen und anschließend die mittlerweile saure Milch aufwischen, denn es ist ein wirklich schöner Sommertag und meine ganze Wohnung stinkt jetzt.

Für mich handelt es sich hierbei um die motivierendste Metapher, welche ich mir selbst hätte stellen können und, na ja, hat offensichtlich funktioniert – denn sofern ich an diesem Blog arbeite, passiert auch etwas. Aber genug von mir privat – schauen wir doch lieber einmal, was das Jahr denn so auf dem Blog vor sich ging.

Die Aufrufzahlen

Ich würde mal behaupten, das ist direkt auch schon das interessanteste Thema – und wer auch immer sagte, das Beste komme zum Schluss, denkt sehr einseitig, soweit ich das beurteilen kann. Vorab möchte ich einmal anmerken, dass die Statistiken hier natürlich allesamt nicht allzu beeindruckend sind – ich leite einen kleiner Blog mit durchschnittlich 70 Aufrufen pro Beitrag, wenn es hochkommt. Da kommen keine gigantischen Nummern zusammen – doch denke ich, dass der Blog sich für sein erstes Jahr ganz gut geschlagen hat (insbesondere dafür, dass er ein Blog ist, denn sind wir mal ehrlich, das ist jetzt nicht das interessanteste Unterhaltungsmedium für viele). Nichtsdestoweniger bietet mir das Statistik-Tool von WordPress einige interessante Einsichten – und die möchte ich euch nicht vorenthalten.

Aufrufe insgesamt

Innerhalb dieses Jahres trug der Blog insgesamt 2.516 Aufrufe zusammen. Die Höchstzahl erzielte hierbei der Juli mit erstaunlichen 749 Aufrufen. Zu dieser Zeit ging ich privat auf Twitter einigermaßen viral und nutzte die Reichweite, um auf den Blog aufmerksam zu machen. Am wenigsten Klicks verbuchte ich im März mit vergleichsweise mickrigen 48 Aufrufen. Damals war der Blog noch recht neu und ich wusste nicht, worüber ich schreiben sollte, weshalb erst Ende März ein Beitrag über Umbrella Academy kam. Interessant ist hierbei, dass in Monaten, wo ich nichts gepostet habe, dennoch teils mehr Aufrufe entstanden sind.

© Spill Milk

Leserverhalten

Das Leseverhalten meiner paar Follower ist tatsächlich recht verstreut, doch lassen sich auch hier wenige Statistiken aufstellen. Beispielsweise, dass die wohl beliebteste Lesezeit um 15 Uhr ist. Der beliebteste Tag ist hierbei Sonntag. Ich habe phasenweise versucht gemäß dieser Statistik meine Beiträge zu veröffentlichen und wirklich als sinnvoll hat sich hierbei eigentlich nur die Uhrzeit erwiesen. Ich befürchte, dass am Sonntag alle noch verkatert sind, doch lügen Zahlen bekanntermaßen nicht. Bei der Überlänge, welche meine Beiträge oftmals haben, ist am Wochenende wohl einfach nur die Zeit gegeben, um diese auch zu lesen. Ein bemerkbarer Einfluss lässt sich allerdings nicht feststellen, sofern ich sonntags etwas veröffentliche.

© Spill Milk

Die Beiträge

Interessant zu sehen ist natürlich auch, was ich denn so das Jahr geschrieben habe. Wie viel, worüber und woran das meiste Interesse bestand. Vor allem bei Letzterem gibt es einen klaren Gewinner, aber dazu gleich mehr.

Beiträge und Wörter

Insgesamt 12 Beiträge habe ich 2019 veröffentlicht. Zu sagen, dass ich somit einen Beitrag pro Monat veröffentlichte, wäre allerdings eine ziemlich dreiste Lüge. Vielmehr habe ich in manchen Monaten zwei bis drei Beiträge veröffentlicht und bin daraufhin für zwei Monate von der Bildfläche verschwunden – erneut: ein Problem eigener Balance. In diesen 12 Beiträgen stehen allerdings insgesamt 29.956 Wörter geschrieben. Das klingt nach einer recht großen Zahl und das ist es auch: Umgerechnet handelt es sich hierbei um etwa 80 Buchseiten. Eine recht beeindruckende Zahl für gerade mal 12 Beiträge. Das liegt unter anderem daran, dass ich wie gesagt eine Tendenz zu extensiven Beiträgen habe, denn ein Post meinerseits beläuft sich im Durchschnitt auf 2.496 Wörter.

© Spill Milk

Top 3

Wisst ihr, was ich richtig toll finde? Ranglisten. Daher will ich euch auch nicht vorenthalten, was die drei beliebtesten Beiträge meinerseits waren. Dabei kennzeichnet sich dann auch der bereits angekündigte Gewinner bei euch: Kurzgeschichten. Aus solchen besteht die Top 3 nämlich ausschließlich. Auf der Nummer 1 befindet sich meine Kurzgeschichte Kalter Kaffee. Wie ich finde, ist das überaus ironisch – denn nicht nur handelt es sich meines Ermessens nach hierbei um meine schlechteste Kurzgeschichte – was im Übrigen nicht bedeutet, dass ich sie für schlecht halte, sonst wäre sie nicht auf diesem Blog – sondern auch um meinen kürzesten Beitrag gemäß der Wortanzahl. Ich fühle mich wie Kurt Cobain, welcher Smells Like Teen Spirit nicht mochte – na ja. Vielleicht sollte ich kürzere Beiträge schreiben – würde ich mir sagen, wäre auf der Nummer 2 nicht etwa mein längster und liebster Beitrag: Th!nk P!nk!. Abgeschlossen wird die Top 3 durch Zwiedentität – meine kleine Interpretation eines Krimis in einer Bürokratie, auf der Suche nach Spannung und Selbsterfüllung.

© Spill Milk

Ein kleiner Fun Fact anbei: Wenn man nur nach den Klicks gehen würde, wäre der eigentliche Sieger die Sektion „Über Mich“ mit insgesamt 223 Aufrufen, doch ist das kein Beitrag und diese genießt einen direkten Vorteil dadurch, dass sie stets im Header verlinkt ist. Noch mehr Aufrufe hat allerdings die Startseite, doch will ich die Zahl hierzu gar nicht nennen. Sonst werde ich ein bisschen traurig.

Social Media

Worüber wir natürlich auch noch einmal reden müssen, wäre Social Media, sprich Twitter und Instagram. Hierbei ist eigentlich nur Ersteres interessant, da ich Instagram kaum nutze und darüber nahezu keine Klicks sammle – schlichtweg nicht die beste Methode, um auf einen Blog aufmerksam zu machen, wenn man mich fragt, zumal Verlinkungen auch nur auf den Profil selbst stattfinden bei meiner Größe. Das ist wirklich überaus suboptimal und für ein textbasiertes Medium eine schlichtweg ineffektive Werbemethode.

Instagram

Ich fasse mich kurz: Insgesamt 53 Abonnenten bei sieben Beiträgen. Von den 2.516 Aufrufen, über welche der Blog sich freuen darf, stammen insgesamt 65 von Instagram. Das ist…sagen wir mal nicht so gut. Eigentlich nenne ich diese Plattform samt ihrer Zahlen auch nur, damit die Twitter-Sektion umso beeindruckender scheint.

Twitter

Ich halte Twitter für die bestmögliche Option, um den Blog zu bewerben, unter anderem wegen meiner privaten Reichweite dort. Doch tatsächlich schlägt auch der Blog selbst sich wirklich gut auf der Plattform, was meine These zu bestätigen scheint. Insgesamt 173 Follower konnte mein dortiger Account innerhalb des Jahres zusammentragen, unter anderem, da ich auf diesem täglich Memes zum Thema Literatur poste. Eines dieser ging kürzlich sogar vergleichsweise viral mit insgesamt 1.100 Likes. Das ist bei so wenigen Followern wirklich, wirklich gut!

Ebenso entstammen fast die Hälfte der Aufrufe Twitter allein. Insgesamt 911 dieser kamen nämlich darüber zustande. Wenn man das noch einmal mit Instagram als Referrer vergleicht, wird man merken, wie unfassbar gut das ist. Dort veröffentliche ich im Übrigen auch alle News zum Blog selbst! Wer sich dafür interessiert und eventuell auch einfach nur Geschmack an den Memes hat, sollte dem Twitter Account also definitiv folgen, sofern nicht bereits geschehen.

Das Fazit – und wie geht es weiter?

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich für mein erstes Jahr durchaus zufrieden mit dem Blog bin. Es war ein etwas holpriger Start und es gibt definitiv noch vieles, an dem ich arbeiten muss, doch ist das unter anderem der Spaß an dem Ganzen. 2020 möchte ich natürlich noch mehr Beiträge veröffentlichen und das in einer regelmäßigen Frequenz. Ich habe bisher insgesamt 25 Beiträge geplant – jetzt muss ich nur noch die Zeit finden, diese auch zu schreiben. Da man bekanntlich groß denken soll, habe ich mir ebenso vorgenommen, bis Ende nächsten Jahres die 10.000 Aufrufe zu erreichen. Unwahrscheinlich, doch nicht unmöglich. Auch am Design und Branding des Blogs möchte ich noch arbeiten. Jede gute Marke hat festgelegte Farben und meine sind weiß, grau und schwarz. Das ist wohl etwas trist. So gerne ich die hier vorhandene Stilistik auch mag, eventuell sollte ich mich dennoch mal ein bisschen vom schwarz-weiß-Filter distanzieren. In diesem Sinne:

© Spill Milk

Frohe Weihnachten! Ist morgen schließlich schon soweit – und natürlich auch auf ein großartiges 2020. Wenn alles läuft, wie ich es mir vorstelle, ist die Statistik Ende nächsten Jahres auch etwas imposanter. Und bunter. Bis dahin allerdings:

Spill Milk.

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